Basbousa ‒ Arabischer Grießkuchen

in Stückchen geschnittener Basbousa

Warnung: Alle, die noch an ihren Neujahrsvorsätzen festhalten ‒ weiter so! ‒ und sich zuckerarm und figurbewusst ernähren, sollten diesen Beitrag wohl lieber für später aufheben. Und allen Naschkatzen, denen es gar nicht zu süß sein kann, wünsche ich viel Vergnügen beim Nachbacken.

Das folgende Rezept hat es nämlich in sich. Zucker ohne Ende sag ich da nur. Aber so einen saftigen und schmackhaften Kuchen hab ich selten gegessen.

Basbousa ‒ Die süßeste Verführung seit es Grieß gibt

arabischer Grießkuchen mit Kokosflocken und Pistazien

Grießkuchen nach arabischem Rezept: Basbousa

Basbousa ist eine traditionelle arabische Süßspeise, die gern zum Ramadan gegessen wird und im nahen Osten generell sehr beliebt ist. Der Grießkuchenteig wird vor dem Backen oft in Stücke geschnitten und mit einer ganzen Mandel je Stück belegt.

Nach dem Backen tränkt man ihn mit Zuckerwasser, dass oft mit einem Schuss Rosenwasser, Orangen- oder Zitronensaft veredelt wird. Bei diesem Schritt bestimmt man maßgeblich wie süß und saftig der Kuchen am Ende wird.

Traditionelles Rezept aus der Feder eines befreundeten Syrers

Bei meiner Arbeit als Aushilfskraft im Depot, lernte ich den Syrer Khaled kennen, der der Belegschaft freundlicherweise sein Rezept für Basbousa zur Verfügung gestellt hat, nachdem er mit Lob dafür überschüttet wurde.

Er brachte für die gemeinsame Pause eben diesen Kuchen und Gewürzkaffee mit. Dabei hab ich gelernt: Syrer lieben anscheinend super süßes Gebäck und ultra starken Kaffee. An sich klingt das ja nach ner klasse Kombi. Letzteres musste ich allerdings freundlich, aber bestimmt ablehnen, da ich schon beim Nippen daran Angst hatte, dass mein Herz gleich aussetzt.

Zutaten

Aber nun zum Rezept. Für eine ordentliche Familienportion Basbousa benötigt ihr:

Alle Zutaten für arabischen Grießkuchen

Neben der gefühlten Hauptzutat Zucker befinden sich noch weitere Zutaten auf der Liste, die man überall zu kaufen bekommt.

Für den Teig

  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Kokosraspeln
  • 1 Tassen Zucker
  • 1/2 Tasse Grieß
  • 50 g Pistazien
  • 50 g Mandeln
  • 2 EL abgeriebene Zitronenschale
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Tasse Milch
  • 250 g Butter
  • 5 Eier

Für das Zuckerwasser

  • 1 Tasse Zucker
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1 TL Zitronensaft

Für meinen Mini-Basbousa habe ich nur ein Drittel der jeweiligen Menge genommen und kann davon wahrscheinlich dennoch ein paar Tage naschen. Auch den Zuckeranteil habe ich für mich nochmal halbiert, weil es mir sonst zu süß ist.

Der Zitronenabrieb kommt optimalerweise von einer Bio-Zitrone, da die Schale sonst bitter schmeckt. Da ich keine da hatte, hab ich mir mit Zitronenschale aus der Tüte geholfen. Funktioniert auch.

Zubereitung

Heizt schonmal den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor, denn der Teig lässt sich super schnell herstellen.

Vermengt einfach alle trockenen Zutaten, damit das Backpulver nicht am Ende durch Klümpchen den ganzen Kuchen ungenießbar macht. Been there, done that…

Dann die nassen Zutaten dazu, ordentlich durchmixen und ab in den vorgeheizten Ofen. Ich benutze dafür gern Glas-Ofenformen, die ich mit Kokosöl ausstreiche. Jede normale Kuchen- oder eine andere ofenfeste Form tut es aber auch.

In der Zwischenzeit rührt ihr das Zuckerwasser an. Alles in einen kleinen Topf und so lange unter Rühren erhitzen, bis sich alle Zuckerkristalle aufgelöst haben und eine schöne homogene Flüssigkeit entsteht.

Nach 20 bis 25 Minuten auf mittlerer Schiene könnt ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Jetzt träufelt oder schüttet ihr (ganz nach Belieben des Bäckers / der Bäckerin) so viel Zuckerwasser drauf wie ihr mögt.

Saftiger Grießkuchen frisch aus dem Ofen

Basbousa „schäumt“ beim Backen gern etwas an den Rändern. Das ist ganz normal.

Na na, wer wird denn da naschen? Basbousa wird erst nach dem Abkühlen serviert.

Nee, Spaß beiseite. Ich hatte ein bisschen Teig für eine Muffin-Form übrig, die ich klammheimlich auf den Fotos weggelassen hab, damit ich sie beim Schreiben dieses Beitrags mampfen kann, während der „Haupt-Basbousa“ abkühlt und auf sein Shooting wartet.

Dekoriert wird Basbousa mit Pistazien, Mandeln oder Kokosflocken. Ich hab aber auch schon Bilder gesehen, auf denen eine Schicht Schmand auf den Kuchen gestrichen wurde.

Aufgeschnittener Kuchen mit Kokosflocken und Pistazien

Egal ob zu Kaffee, Tee, nach dem Fastenbruch oder als Süßigkeit zwischendurch: wer es süß mag wird Basbousa lieben.

Guten Appetit!

Über den Autor

Kim-Alexandra Nagy ist Gründerin dieses Blogs und Mediengestalterin mit Leib und Seele.

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