Conscious Cooking on a Budget Challenge ‒ Dritter Wochenrückblick

Chili Sin Carne Meal Prep

Ihr wisst mittlerweile wie der Hase läuft, weshalb ich gar nicht so viel um den heißen Brei herum reden möchte und euch direkt in die vergangene Woche werfe.

Waffeln mit Apfelmus zum Frühstück

Frühstücken fiel mir in letzter Zeit schwer, weshalb ich meist direkt zum Mittagessen übergegangen bin. Dann überfiel mich aber doch die Lust auf selbstgemachte vegane Waffeln. Mein Waffeleisen* kann auch als Kontaktgrill oder als Sandwich-Maker verwendet werden und die auswechselbaren Platten sind spülmaschinenfest. Hab den Kauf nicht bereut und sollte es definitiv öfter nutzen.

Die Einkäufe der vergangenen Woche

Tortilla-Chips, Bionade, Mais und vegane Schokolade

Um nach einer Alternative zu den Kaufland-Chips zu suchen, hab ich einen Abstecher zur Dresdner Alnatura-Filiale gemacht. Die Tortilla-Chips waren richtig lecker und auch gar nicht so teuer. Außerdem hab ich Mais, Bionade und Kuvertüre gekauft. Die Verkäuferin meinte zwar, die Schokolade sei nicht vegan, weil kein entsprechender Vermerk auf der Packung zu finden war. Anhand der Zutatenliste glaube trotzdem, dass die Kuvertüre vegan ist. Bitte schreibt mir, falls ich mich täusche. Kosten: 6,91 €

Apfelmark, Kichererbsen, Schokokekse

Das Kochen der Kichererbsen hatte zwar gut geklappt, ich greife trotzdem lieber auf die verzehrbereite Variante von dm zurück. Den Apfelmus hab ich mir zu selbstgemachten Waffeln gegönnt. Die veganen Kekse waren so lecker, dass ich sie sogar vor meinem Freund in Sicherheit bringen musste (er gehört zu den Menschen, die vegane Ernährung zwar tolerieren, jedoch hin und wieder belächeln). Kosten: 4,40 €

Bio-Linsen und Paprika aus Spanien

Bio-Linsen und Paprika (selbstverständlich nicht saisonal und damit nicht regional) hab ich mir im Kaufland gekauft, weil ich zu frustriert von der vergeblichen Parkplatz-Suche beim Bio-Markt der Verbrauchergemeinschaft war. Kosten: 4,22 €

Tiefkühl-Himbeeren, Wilmersburger Pizzaschmelz, Karotten, Kartoffeln

Diesen Kaufland-Einkauf hat mein Freund für mich besorgt. Um die Plastikverpackung bin ich bei veganem Käse (außer bei selbstgemachtem natürlich) und bei Tiefkühl-Beeren noch nicht herum gekommen. Kosten: 8,00 €

veganer Käse aus Cashew-Kernen

Abseits der Challenge hab ich bei Happy Cheeze angefragt, wo ich in Dresden deren Produkte kaufen kann oder ob sie mir welche zusenden würden. Die freundliche Zusage kam schnell. Erwartet hab ich ein kleines Päckchen, bekommen hab ich ein Riesen-Paket randvoll mit veganem Käse und Milch aus Cashew-Kernen in Bio- und Rohkost-Qualität. Vielen Dank dafür! Meine Meinung fasse ich euch später in einem separaten Beitrag zusammen. Das Paket wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt und ich erhalte kein Honorar von Happy Cheeze. Hätte ich mir alles selbst gekauft, hätte ich stolze 84,24 € gezahlt. Damit die recht teuren Leckereien keinen zu großen Einfluss auf die Challenge haben, habe ich immer ein Vergleichsprodukt einer günstigeren Marke aufgelistet sobald ich was verputzt habe. Manches davon muss ich aber nunmal in der Challenge-Zeit essen, da ich das Mindesthaltbarkeits-Datum nicht überschreiten möchte.

Was ich bisher ausgegeben und konsumiert habe

Dass ich die 160 € bei den reinen Einkäufen nicht halten kann, haben wir ja bereits beim letzten Wochenrückblick festgestellt. Es ist also keine Überraschung, dass die realen Ausgaben um 23,10 € über dem Budget liegen. Davon steht immer noch vieles ungeöffnet in meiner Küche rum und manches wird sicher auch erst nach Ende der Challenge seine Verwendung finden.

Bei den tatsächlichen Verbrauchs-Kosten sieht es optimistischer aus: Wenn ich in der letzten Woche nicht mehr als 19,05 € ausgebe, kann ich meine persönliche Challenge als Erfolg verbuchen. Yay! Und wenn nicht, hab ich trotzdem eine Menge über mein Konsumverhalten gelernt.

überbackene Paprika

Die Paprika ist weder saisonal und regional, noch Bio. Naja, wenigstens hab ich sie ohne Verpackung bekommen. Solche Gewissensbisse muss man verkraften, wenn man wie ich riesen Bock auf ein bestimmtes Gericht hat, was eigentlich gerade nicht Saison hat.

Welche Erfahrungen habe ich mir aus der dritten Woche mitgenommen?

Mach. Dir. Einen. Plan. Tja, begriffen hab ich das zwar schon, aber so wirklich in Fleisch und Blut ist es noch nicht übergegangen. Zu oft kaufe ich aus Frust, gehe mit Hunger in den Laden oder hab schlicht keine Idee was ich gerne kochen würde. Mein Freund hat auch schon angemerkt, dass ich ihn nicht immer mir meiner „Was soll ich essen?„-Fragerei nerven soll. Zumal er kein Talent in der Küche ist und sich auch nicht mit veganer oder nachhaltiger Ernährung beschäftigt, ergo mir die Arbeit nicht abnehmen kann. Genervt hat es mich trotzdem wohl am meisten selbst, dass ich so planlos war.

Wie gerufen kam an dieser Stelle (wieder) das Chili sin Carne Rezept von Vegan ist Ungesund. Nein, die Jungs bezahlen mich nicht für Werbung… Könnte man aber fast meinen, so oft wie ich vergangene Woche Chili auf meinem Teller und in meiner Instagram-Story vorfand. Ich hab einfach einen großen Topf gekocht und konnte fast ne ganze Woche davon leben. Meal Prep vom Feinsten. Am Ende hing es mir auch ganz schön zum Hals raus. Hab es dann einfach abgewandelt, in dem ich es mal mit selbstgemachter Käsesauce überbacken oder mit braunem Reis serviert hab. Finds also immernoch geil und koch das bestimmt in absehbarer Zeit wieder.

selbstgemachtes Chili sin Carne mit veganer Käse-Sauce

Für eine ganze Woche zu kochen, wie es z.B. Jenny Mustard gerne macht, ist definitiv eine Umstellung und erfordert Kreativität, damit das köstliche Mahl einem nicht so schnell zum Hals raushängt. Das hab ich u.a. mit dieser selbstgemachten veganen Käse-Sauce verhindert. Rezept folgt demnächst.

Welche Challenge-Punkte waren sehr leicht oder sehr schwer umzusetzen?

Diese Woche viel mir auch die vegane Ernährung hin und wieder etwas schwerer. Der Motivations-Einbruch durch das Cheat-Wochendende war einfach zu groß. Das führte auch dazu, dass ich öfter im Kaufland war. Zu allem Übel haben die Marktschwärmer aufgrund von Renovierungsarbeiten auch noch ausgesetzt. Letzten Endes sind das aber alles nur mittelmäßige Ausreden für meine eigene Bequemlichkeit.

Was mir durch die Riesen-Portion Chili sehr leicht fiel, war das Vermeiden von Abfall. Größere Verpackungen der gekauften Zutaten bedeuten natürlich auch weniger Müll, als wenn man viele kleine Portionen kauft. Und wenn was in der Auflaufform übrig geblieben ist, hab ich das einfach in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag wieder in den Ofen geschoben. Teller hab ich mir so auch gespart und damit Wasser zum Abwaschen.

selbstgemachtes veganes Chili für eine ganze Woche

Meine Wochenration Chili sin Carne. Verstaut in Glasbehältern von IKEA, die ohne Deckel auch als Ofenform standhalten.

Ziele für die kommende Woche

Ganz klares Hauptziel ist natürlich die Einhaltung des Challenge-Budgets. Auch wenn es sich dabei „nur“ (ich empfinde diesen Wert ohnehin als aussagekräftiger) um die tatsächlichen Verbrauchskosten-Handelt, so hinterlässt der Monat dann doch ein Glücks- und Erfolgs-Gefühl, was die Grundlage für zukünftige Motivation in einer bewussten Ernährung ist.

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Über den Autor

Kim-Alexandra Nagy ist Gründerin dieses Blogs und Mediengestalterin mit Leib und Seele.

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