Goodbye summer ‒ Einweggrillfrei grillen und selbstgemachtes Chimichurri

grünes Chimichurri im Einmachglas

Der Sommer ist nicht nur gefühlt, sondern seit dem 22. September auch offiziell kalendarisch beendet. So richtig genutzt hab ich ihn wieder nicht, zumindest meiner Empfindung nach. Trotzdem ‒ oder gerade deswegen ‒ lasse ich ihn mit ein paar Impressionen und einem köstlichen Chimichurri-Rezept ziehen.

Spontanes Grillvergnügen ohne Einweggrill

Multitasking am A4Grill

Multitasking vom Feinsten: Für Einweggrillfrei haben wir arrangiert, fotografiert und angefeuert. Ist ja auch ne feine Sache, die Sünde Einweggrill gegen umweltfreundlichere Alternativen auszuwechseln. Foto von Martin Waury

Wie es der Zufall dieses Jahr so oft wollte, habe ich bei einem Event im Impact Hub die Erfinder vom A4Grill kennengelernt. Ganz kurz erklärt ist das ein leichter, kleiner Grill, der in der Spülmaschine gereinigt und auf die Größe eines Din A4 Blattes zusammengelegt werden kann. Damit ist er eine umweltfreundliche Alternative zum zwar wesentlich günstigeren, aber eben auch wesentlich unökologischeren Einweggrill. Auf die Jahre hochgerechnet, kommt man mit so einem langlebigen Teil dann nicht nur müllfreier, sondern auch günstiger hin.

Entzündeter Mokan Firestarter im A4Grill

Umweltfreundlich anzünden kann man die faire Kohle im A4Grill z.B. mit dem Mokan Firestarter. Foto von Martin Waury

Im Rahmen der Kampagne #einweggrillfrei, die auch aus den Köpfen der A4Grill-Erfinder stammt, wurde ich zum gemeinsamen Grillen an der Elbe mit lieben Menschen, interessanten Produkten und leckerem Essen eingeladen. Mein liebstes Rezept für die würzige Kräutersauce, die ich an diesem Tag mitgebracht hatte, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Palmblattteller mit veganem Grillgut vom A4Grill

Ich lege darauf zwar nicht so einen starken Wert, aber für meine veganen Würstchen und Co. hab ich einen separaten A4Grill bei unserem einweggrillfreien Grillerchen nutzen dürfen. Foto von Cornelius Thiele

Chimichurri

selbstgemachte grüne argentinische Kräutersauce

Meine diesjährige Lieblings-Sauce: frisches, sauer-würziges, leicht scharfes Chimichurri

Probiert hab ich die argentinische Sauce zum ersten Mal bei Doña Empanada auf dem Streetfood in der Markthalle und das Internet gleich nach Rezepten durchkämmt. Chimichurri schmeckt säuerlich, würzig, leicht scharf und sehr aromatisch. In Argentinien reicht man sie wohl gern zu gegrilltem Rindfleisch. Ich könnte sie zu so ziemlich allen herzhaften Gerichten essen. Auch ein ein Bad darin habe ich schon gedacht, wäre die Herstellung im Mörser nicht etwas ungeeignet für so große Mengen. Also lassen wir den Kräuterbad-Plan mal links liegen und widmen uns lieber der Zubereitung.

Zubereitung im Mörser

Petersilie im Mörser und Zutaten für Chimichurri

Für Chimichurri benötigt ihr maximal acht Zutaten, einen Mörser und ein wenig Geduld.

Gleich vorab: Die Zubereitung dauert seine Zeit, vor allem in den üblichen kleinen Mörsern, in die nunmal keine Familienportion reinpasst. Ich hab auch schon getestet ‒ nur für euch und natürlich nicht aus Faulheit ‒ ob sich Chimichurri nicht einfach in einem Mixer herstellen lässt. Klein werden die Zutaten schon, aber die schöne grüne Sauce wird so eher ein brauner Brei. Also bleibe ich lieber bei der bewährten Methode mit viel Liebe und Handarbeit. Hat ja auch was Meditatives, zwei Steine gegeneinander zu reiben.

vegane und umweltfreundliche Grillplatte

Chimichurri passt z.B. zu Gegrilltem, Kartoffelsalat oder zu Brot. Auch zu Spaghetti kann ich es euch wärmstens empfehlen. Das kompostierbare und fair hergestellte Geschirr aus Palmblatt wurde uns von bioodi zur Verfügung gestellt. Den veganen Kartoffelsalat und das Chimichurri hab ich mitgebracht. Kam beides auch bei den FleischliebhaberInnen sehr gut an. Foto von Cornelius Thiele

grünes Chimichurri im Einmachglas
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Chimichurri

Würzige argentinische Sauce zu Gegrilltem und anderen deftigen Gerichten.

Portionen: 1 kleines Glas
Zutaten
  • 1 Bund glatte Petersilie (krause geht aber auch)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Schalotte (oder kleine Zwiebel)
  • Saft und Schale einer Bio-Limette
  • n.B. Olivenöl
  • 1/2 TL Chiliflocken (ich verwende gern Gochugaru)
  • 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1/2 TL frisch gemahlenes Salz
  • n.B. Oregano
  • n.B. Thymian
Anleitungen
  1. Schneidet die gewaschene Petersilie sowie die geschälte Schalotte und den Knoblauch klein. Je kleiner, desto weniger Arbeit beim Mörsern.

  2. Gebt alles zusammen mit dem Saft und der Schale der Bio-Limette sowie dem Öl und den Gewürzen in euren Mörser und reibt so lange meditativ hin und her, bis ihr mit der Pesto-artigen Konsistenz zufrieden seid.

  3. Abschmecken und zu Grillgut, Pasta, Salat, etc. servieren. Buen provecho

Noch ein paar Impressionen von unserer kleinen Grillparty an der Elbe mit Einweggrillfrei

BloggerInnen schauen oft auf Smartphones

Wie ihr wisst geht bei mir Kooperation über Konkurrenz. Andere BloggerInnen empfinde ich eher als eine Art KollegInnen, Inspirationsquelle und wichtige Austauschmöglichkeit. So auch bei der lieben Ulrike von Junimama, mit der ich mir hier über ein paar Instagram-Optionen austausche. Foto von Martin Waury

A4Grill mit Shishalounge an der Elbe

Daran könnt ich mich gewöhnen: im Loungebereich auf mein Essen warten, das mir liebe Menschen auf einem eigens für meine veganen Würstchen reservierten A4Grill zubereiten. Foto von Cornelius Thiele

Grillen an der Elbe mit Shisha

Danke an Wadim für die gemütliche Shisha-Lounge. Foto von Cornelius Thiele

Bio-Bier im Grad an der Dresdner Elbe

QuartiermeisterIn war natürlich auch dabei. Foto von Martin Waury

Dresden Abend Silhouette Minigrill

Vielen Dank an Einweggrillfrei für den schönen Grillabend ohne Müll. Foto von Cornelius Thiele

Über den Autor

Kim-Alexandra Nagy ist Gründerin dieses Blogs und Mediengestalterin mit Leib und Seele.

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2 Gedanken zu „Goodbye summer ‒ Einweggrillfrei grillen und selbstgemachtes Chimichurri

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