Vegalutionäres Omelette mit Tofu und Kala Namak

Tofuomelett mit Rucola und Tomate

Zum Frühstück mögen’s viele süß. Ich auch, wenn ich es nicht mal wieder auslasse und direkt zum Mittagessen übergehe. Aber manchmal muss es einfach deftig sein. Was eignet sich dafür besser als ein leckeres Omelette?

Nun beschäftige ich mich aber seit einigen Monaten mit veganer Ernährung und hab mir die ein oder andere Dokumentation zu Gemüte geführt, die mir die Lust auf Ei mächtig versaut hat. Und so richtig geil fand ich den typischen Ei-Geschmack eh nie.

Vegalutionäres Omelette

Was für ein Glück, dass ich vor einer Weile Alex von Vegalution in Fiete Behnersens v-cake kennenlernen durfte. Das ist ein veganes Café und Restaurant in der Dresdner Neustadt. Und als wär es nicht schon toll genug gewesen an diesem Abend kurz persönlich mit Patrick von Der Artgenosse zu plaudern, der durch seine „unlustigen Comics“, „lächerlichen Blog-Texte“ und seinen „peinlichen Videoblog“ bekannt ist (Wortlaut aus seiner Website entnommen), hab ich auf dem YouTube-Kanal von Alex auch noch genau das passende Rezept gefunden: veganes Omelette.

Tofuomelett mit Tomaten und Rucola

Veganes Omelette aus Tofu nach dem Rezept von Vegalution

By the way: Wie es sich für YouTuber gehört, hat Alex das Kamingespräch im V-Cake für euch aufgezeichnet.

Das folgende Rezept ist also nicht von mir, sondern von Alex. Da mein Blog aber gleichzeitig mein persönliches Kochbuch ist, fand ich die Idee nicht schlecht es hier nochmal festzuhalten, zumal unter ihrem Video leider keine Anleitung steht. Und hey, welches der 359.528.364 Rezepte aus dem Internet oder aus Kochbüchern ihr letzten Endes nachkocht ist doch egal. Hauptsache, wir können bald alle geiles Omelette essen, oder?

Zutaten für ein Tofu-Omelette

  • 100 g Naturtofu
  • 30 g Tapiokastärke (oder Kartoffelstärke)
  • 30 g Kichererbsenmehl
  • 1/2 TL Kala Namak* (auch Schwarzsalz genannt)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 TL geschrotete Leinsamen
  • 1/2 TL Gemüsebrühe
  • 100 ml Wasser
  • Füllung eurer Wahl (z.B. veganer Käse, Gemüse, Pilze, Gartenkräuter, etc.)
Tofu, Stärke, Hefeflocken, Leinsamen, Wasser, Kurkuma, Gemüsebrühe und Kala Namak

Für ein veganes Omelette werden je nach Geschmack 8 Zutaten benötigt, von denen ich fast alle immer parat habe.

Wie immer sind euch bei den Zutaten keine Grenzen gesetzt, um das Rezept an eure Vorlieben anzupassen. Das Kurkuma sorgt z.B. vor allem für das typische Gelb, was sonst von einem Eidotter kommen würde. Die Gemüsebrühe kann durch Kräuter eurer Wahl ersetzt werden. Und haut generell einfach alles rein, was euren Gaumen erfreut.

schwarzes Salz mit Ei-Geschmack

Essentiell in veganen Ei-Rezepten: Kala Namak

Allerdings solltet ihr unbedingt Kala Namak verwenden und nicht einfach normales Salz. Denn das „schwarze“ Steinsalz (eigentlich ist es eher rötlich bis Violett) sondert durch seine besondere Zusammensetzung einen schwefligen Geruch und Geschmack ab, der an gekochtes Ei erinnert. Das ist definitiv nicht jedermanns/fraus Sache. Aber selbst ich als Nicht-Ei-Geschmack-Liebhaberin hab mittlerweile Gefallen an diesem Gewürz gefunden.

Aber auch die Stärke und das Kichererbsenmehl sind nicht unwichtig, denn die verleihen dem Omelette erst die nötige Konsistenz. Und der Tofu macht aus der Suppe etwas Kaubares.

Alles verrühren…

Zerbröselter Tofu für veganes Omelett

Um Klümpchenbildung zu vermeiden solltet ihr erst die trockenen Zutaten vermengen und dann die nassen (Wasser und Tofu) dazugeben. Da ich gern mit beschichteten Pfannen koche, verwende ich gern einen Rührbesen mit kratzsicheren Enden von WMF*.

Die Zubereitung ist mal wieder denkbar einfach. Deckt also schon mal den Tisch und schnibbelt alles klein, womit ihr das gute Stück füllen wollt, denn das Omelette ist im Handumdrehen fertig.

Meine Füllung fällt meist unspektakulär aus, weil ich das Rezept gern als Resteverwertung nutze. So verwende ich z.B. gern veganen Käse von Simply V, Tomaten und Basilikum oder Rucola. Der geschmolzene Käse hat mir beim Essen kurz einen Schrecken eingejagt, denn die Konsistenz und der Geschmack in Verbindung mit dem Kala Namak haben mich kurz ein wenig zu sehr an halb flüssiges Eigelb erinnert. Also perfekt für alle, die genau das bisher an einem veganen Ei-Ersatz vermisst haben.

Die Füllung eurer Wahl steht in kleinen Stückchen, Scheiben oder Tierförmchen bereit? Sehr gut, dann kann das Braten beginnen. Werft alle Zutaten bis auf den Tofu in eine Schüssel und verrührt alles zu einer homogenen Masse. Dabei solltet ihr erst die trockenen Zutaten verrühren und das Wasser nach und nach zugeben, damit ihr die Konsistenz besser beeinflussen könnt.

… zerbröseln …

Dann schnappt ihr euch den Tofu und lasst all eure Aggressionen an ihm aus oder knetet ihn liebevoll, bis er in kleine Brösel zerfällt und rührt ihn unter. Wem das noch zu wenig nach der bekannten Pampe mit echten Eiern aussieht, kann alles auch nochmal kurz im Mixer pürieren. So bekommt ihr eine klümpchenfreie, cremige Masse. Auch perfekt wenn man wie ich nur ganze und keine geschroteten Leinsamen zuhause hat und zu faul zum Mörsern ist.

… braten …

gefülltes Tofuomelett

Das Tofu-Omelette wird bei mittlerer Hitze bis zur gewünschten Bräune gebraten.

Die gelbe Masse verstreicht ihr in einer beschichteten Pfanne. Sie sollte nicht zu klein sein, damit das Omelette nicht zu dick wird und gut gewendet werden kann. Die Masse ist fester als Ei und muss ein wenig breit gestrichen werden. Dazu eignet sich ein Löffel, der kurz mit Wasser abgespült wurde ganz gut. Wenn beide Seiten leicht angebräunt sind (oder wie auch immer ihr eurer Omelette am liebsten mögt) verteilt ihr eure Wunschfüllung auf einer Hälfte und klappt die andere Hälfte darüber. Dazu könnt ihr den Teig auch leicht mit dem Pfannenwender „einritzen“, um eine Sollbruchstelle zu erzeugen.

… und genießen!

Der Tisch ist gedeckt, der Käse geschmolzen und ihr seid hoffentlich hungrig. Denn das vegane Omelette wäre damit bereit genossen zu werden.

Omelett, Tomaten, Brot und Rucola

Ich esse mein Omelette gern mit etwas Grünzeug wie Rucola oder Salat, und geröstetem Brot.

Lasst es euch schmecken und mir gerne Feedback da

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Über den Autor

Kim-Alexandra Nagy ist Gründerin dieses Blogs und Mediengestalterin mit Leib und Seele.

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