Veganer Lebkuchen ‒ ein einfaches Last-Minute-Rezept

einfaches Rezept für weihnachtliches Gebäck

Lebkuchen ohne Ei oder Milch

Nach meiner letzten Enttäuschung im Bio-Laden darüber, dass sämtliches Weihnachtsgebäck sündhaft teuer und zudem nur selten vegan ist und in Plastikverpackungen daher kommt, habe ich kurzerhand selbst Lebkuchen gebacken. Ich sag euch, das ging viel schneller als gedacht. Absolut Backmuffel-geeignet! Bestens also, wenn die Weihnachtszeit mal wieder eher hektisch als besinnlich ist. Es bleibt mehr Zeit für eure Lieben und ihr könnt trotzdem fleißig naschen!

Das Wichtigste am Lebkuchen sind die charakteristischen Gewürze

Bis auf das Lebkuchen-Gewürz hatte ich alle Zutaten ohnehin zuhause. Das ließe sich auch ganz einfach selbst mischen aus Anis, Kardamom, Koriander, Nelken und Zimt. Dafür war ich allerdings zu bequem, also hab ich mir bei Sonnentor eine fertige Gewürzmischung gekauft. Dank kompostierbarer Verpackung ohne sonderlich schlechtes Gewissen.

weihnachtliche Gewürzmischung für Lebkuchen

Süß und saftig oder doch lieber herb und locker?

Ihr könnt ganz leicht steuern, wie saftig ihr euren Lebkuchen haben möchtet, indem ihr mehr oder weniger Apfelmus dazu gebt. Das Natron und der Apfelessig sorgen für die Fluffigkeit, damit solltet ihr es allerdings nicht übertreiben, weil der Geschmack sonst zu sehr verfälscht wird. Wie immer habe ich weniger Zucker verwendet, als ich das in anderen Rezepten gelesen habe. Naschkatzen geben also etwas mehr Süße in Form von Zucker, Datteln oder Agavendicksaft dazu.

Für meinen Geschmack war der Lebkuchen in Kombination mit einer dünnen Schicht Zartbitterkuvertüre genau richtig. Er ist sehr sättigend, schmeckt gut zu Kaffee oder warmem Kakao, aber auch als Topping für das morgendliche Oatmeal oder in dunklen Saucen zaubert er einen einzigartigen Geschmack.

weihnachtlicher Kuchen vom Blech

Schokolebkuchen mit Mandeln

Schneller veganer Lebkuchen

Aus diesem Rezept bekommt ihr einen randvollen großen Teller voller weihnachtlich-würziger Lebkuchen. Weil es so schnell zubereitet ist und die meisten Zutaten ohnehin in vielen Küchen zu finden sind, eignet es sich hervorragend als Last-Minute-Rezept.

Zutaten
  • 500 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 4 EL Backkakao
  • 1-2 EL Lebkuchengewürz
  • 100 g Apfelmus (ich hab Apfel-Birnen-Mark verwendet)
  • 6 EL neutrales Öl
  • 10 g Natron
  • 1 TL Apfelessig
  • 200 ml Wasser
  • n.B. Zartbitter-Kuvertüre
  • n.B. Mandeln zum Verzieren
Anleitungen
Zubereitung
  1. Schmeißt euren Ofen schon mal auf 175 °C Umluft an. Ich hab euch ja gewarnt, dass der Teig schnell gemacht ist.

  2. Lasst alle trockenen Zutaten, außer das Natron, in eine Schüssel rieseln und vermengt diese.

  3. Rührt Apfelmus und Öl drunter. Wahrscheinlich sieht das jetzt alles andere als teig-artig aus. Alles gut, das muss so.

  4. Gebt nun das Natron und den Apfelessig dazu. Der dadurch entstehende Schaum zeugt davon, dass euer Teig im Ofen schön aufgehen wird.

  5. Als letztes gießt ihr das Wasser dazu. Nun wird aus dem undefinierbaren Haufen auch ein Teig. An der Stelle bin ich aufs händische Kneten umgestiegen, weils einfach praktikabler war. Anfangs ist der Teig noch sehr trocken, aber je länger ihr ihn knetet, desto feuchter und weicher wird er.

  6. Jetzt könntet ihr euren Lebkuchen-Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und ‒ das sollen Kinder und Weihnachtsfreunde wohl sehr mögen ‒ mit den ulkigsten Plätzchenformen ausstechen. Ich bin in Ermangelung eines Kindes (noch?) sehr pragmatisch und werf den Teigklumpen einfach direkt auf das mit Backpapier ausgelegte Blech und zwinge ihn mit meinen Händen in eine nicht näher definierte, halbwegs flache Form. Zur Alibi-Deko noch ein paar Mandeln reindrücken. Passt.

  7. Auf mittlerer Schiene bleiben die liebevoll ausgestochenen Formen oder eben der flachgedrückte Lebkuchen-Batzen für gerade mal 10 Minuten im Ofen. Gerade genug Zeit, um im Wasserbad Zartbitter-Kuvertüre zu schmelzen, die ihr nach dem Backen auf eure Lebkuchen streichen könnt.

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