Wissen, was drin ist ‒ Selbstgemachtes Pesto alla Genovese

Pesto mit Mörser und Stößel zubereiten

Pesto ist meistens teuer und enthält Zutaten, die darin nichts verloren haben. Kaum ein Pesto enthält wirklich Pinienkere und hochwertiges Olivenöl. Meistens werden günstigere Cashew-Kerne und Sonnenblumenöl verwendet. Der Parmesan wird mit Gries oder Kartoffelflocken gestreckt und Speisesalz ersetzt das grobe Meersalz. Mag sein, dass das ein oder andere Pesto dennoch schmeckt, aber die Preise sind beim Blick auf die Zutatenliste einfach nicht gerechtfertigt.

Grünes Pesto zu Pasta

Pesto schmeckt nicht nur zu Pasta. Auch Suppen, belegte Brote und Salate lassen sich damit aufwerten.

Für leckeres Pesto benötigt man nicht viel

Deswegen habe ich mich selbst an der Pesto-Zubereitung versucht. Es ist gar keine so große Wissenschaft, wie man denkt. Man benötigt lediglich:

  • einen Mörser (alternativ einen Mixer)
  • zwei Bund Basilikum (am besten aus dem eigenen Garten oder von der Fensterbank)
  • eine kleine Hand voll Pinienkerne (kurz in der Pfanne geröstet schmecken sie noch besser)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Meersalz nach Belieben
  • natives Olivenöl

Als erstes zerreibt man die Pinienkerne und den zerhackten Knoblauch zu einer breiartigen Masse. Darauf streut man nach und nach in Streifen geschnittene oder zerzupfte Basilikumblätter und arbeitet sie mit einem Schluck Olivenöl ein, bis alle Blätter verbraucht sind und die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zu guter letzt schmeckt man mit Meersalz ab, füllt das Pesto in ein sauberes Glas und bedeckt es mit Olivenöl. Das wars? Ja, wirklich, mehr muss man gar nicht machen!

Selbstgemachtes Pesto ist keine Kunst

Zu einem guten Pesto gehört gar nicht viel. Handarbeit und Liebe sollten aber nicht fehlen.

Zu viel Knoblauch

Ich kann nicht glauben, dass ich als leidenschaftlicher Knoblauch-Esser sowas sage, aber mir ‒ und vor allem meinem Freund ‒ war der Knoblauch-Geschmack bei meinem ersten Versuch viel zu intensiv. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich mich an einem Rezept orientiert hatte, dass auf die Pesto-Produktion für ein ganzes Jahr ausgelegt war. Während der Lagerung gibt der Knoblauch seinen Geschmack an das Öl ab und verliert den stechend scharfen Geschmack, den frischer Knoblauch nun mal mit sich bringt. Für den sofortigen Verzehr empfehle ich eingelegte Knoblauchzehen. Ich habe schon einige Sorten probiert, bin aber geschmacklich und preislich bisher nur mit PICANTO Knoblauch in Kräuter-Marinade zufrieden. Den bekommt man z.B. bei Kaufland.

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